Tag-Archiv für 'zitate'

Zu wenig Weiß

Vor einigen Jahren (wahrscheinlich in der Zeit, in der ich alles von der Autorin gelesen habe, was ich in die Finger bekam) habe ich Das Missverständnis von Irène Némirovsky mal auf Deutsch gelesen. Mittlerweile besitze ich ihren ersten Roman (ist er nämlich, sie hat ihn 1926 im Alter von 23 Jahren geschrieben), und zwar im Original, also als Le Malentendu. (mehr…)

Wenn Chrétien Science Fiction geschrieben hätte

Ich lese immer noch zusammen mit jemand anderem den Cligès von Chrétien de Troyes, mittlerweile sind wir ungefähr in der Mitte angekommen. Unser Titelheld hat inzwischen Fenice kennengelernt, die ihm auf den ersten Blick ebenso gefallen hat wie er ihr. Die beiden sind die Auserwählten ihres jeweiligen Volks, das spüren sie und das bemerken auch alle anderen – wie zwei Sonnen erleuchten sie bei ihrer ersten Begegnung den großen Raum. Fenice weiß nicht recht, wie ihr geschieht, und vertraut sich ihrer zauberkundigen Amme Thessala an (Vers 3024 ff.): (mehr…)

Zurück nach Hongkong

Im November oder Dezember (wahrscheinlich eher November) habe ich mir die 1960er-Trilogie von Wong Kar-Wai (d. h. Days of being wild, In the mood for love und 2046) in der richtigen Reihenfolge und vollständig zu Gemüte geführt. Gestern habe ich aus einer Laune heraus Fallen Angels eingelegt, den ich noch nicht sehr oft gesehen hatte. Bei dem ganzen Geglotze haben sich noch ein paar neue Gedanken eingestellt. (mehr…)

Wovon Bücher sprechen

Vor ein paar Monaten habe ich mit Notre-Dame de Paris einen ziegelsteinigen, mir bisher unbekannten Klassiker gelesen und nun war Der Name der Rose von Umberto Eco dran. Ja, auf Deutsch – die Person, die mir das Buch ausgeliehen hat, kann selbst kein Italienisch. Die Übersetzung ist von Burkhart Kroeber (der Stammübersetzer dieses Autors, soweit ich weiß) und die Ausgabe, aus der ich im Folgenden zitieren werde, ist eine uralte von 1989 für die DDR.
Wir befinden uns in einer Abtei unter lauter bibliophilen Menschen, das hat mir gut gefallen – wenngleich auch nicht verschwiegen wird, welche Folgen übertriebene Liebe und Eifersucht haben können. Zwei Stellen möchte ich hier abtippen: (mehr…)

Ein lustiges und ein lehrreiches Zitat

Dass ich mich gerade durch den Cligès arbeite, haben inzwischen sicherlich alle Mitlesenden mitbekommen. Nun habe ich auch endlich mal das Vorwort zu meiner Ausgabe gelesen, in dem der Herausgeber Charles Méla erklärt, auf welchen überlieferten Handschriften sie basiert und wie übersetzt wurde. (mehr…)