Tag-Archiv für 'irène-némirovsky'

Zu wenig Weiß

Vor einigen Jahren (wahrscheinlich in der Zeit, in der ich alles von der Autorin gelesen habe, was ich in die Finger bekam) habe ich Das Missverständnis von Irène Némirovsky mal auf Deutsch gelesen. Mittlerweile besitze ich ihren ersten Roman (ist er nämlich, sie hat ihn 1926 im Alter von 23 Jahren geschrieben), und zwar im Original, also als Le Malentendu. (mehr…)

Krieg, Familie und ein wenig Zweig

Die Bibliothek hatte noch ein weiteres Buch von Irène Némirovsky für mich – wiederum eine Sammlung von Erzählungen, Dimanche (Paris 2011). Die einzelnen Texte sind zwischen 1934 und 1941 hier und dort erschienen, zum Teil unter Pseudonym. Ich war wiederum sehr beeindruckt und habe in letzter Zeit festgestellt, dass von den Leuten, mit denen ich mich so unterhalte, niemand die Autorin kennt. Ein Grund mehr, ihr noch einen zweiten Artikel auf diesem Blog zu widmen. (Achtung: lang!) (mehr…)

Zweig in Frankreich

Irène Némirovskys Wiederentdeckung liegt mittlerweile schon 10 Jahre zurück (2004 wurde die unvollendete Suite française in Frankreich posthum veröffentlicht), meine Bekanntschaft mit ihr ist jüngeren Datums. Sie begann mit eben diesem Werk, d.h. mit seiner deutschen Übersetzung von Eva Moldenhauer, die anlässlich des Welttags des Buches am 23.4.2012 zu mir fand. Das Werk hinterließ bei mir einen gewissen Eindruck, ich fragte mich unwillkürlich, wie ich mich selbst in einer extremen Situation wie einer Flucht verhalten würde, wie sehr ich mich für mein eigenes Wohl oder das der anderen einsetzen würde.
Vor einigen Monaten lieh ich mir aus der Bibliothek David Golder (diesmal die Originalversion) aus und musste beim Lesen unwillkürlich an eine bestimmte Novelle von Stefan Zweig denken. Nun habe ich gerade Les vierges et autres nouvelles (Paris, 2009) gelesen und auch in dieser Sammlung hier und dort Zweigisches gefunden. Die Sache beschäftigt mich so sehr, dass ich ihr jetzt einen Artikel widme. (mehr…)