Tag-Archiv für 'französisch'

Zu wenig Weiß

Vor einigen Jahren (wahrscheinlich in der Zeit, in der ich alles von der Autorin gelesen habe, was ich in die Finger bekam) habe ich Das Missverständnis von Irène Némirovsky mal auf Deutsch gelesen. Mittlerweile besitze ich ihren ersten Roman (ist er nämlich, sie hat ihn 1926 im Alter von 23 Jahren geschrieben), und zwar im Original, also als Le Malentendu. (mehr…)

Welcher Tag ist heute?

Der 26. April – und das bedeutet Journée de l‘asexualité in Frankreich! Auch in diesem Jahr ist auf Twitter wieder der Hashtag #MonAsexualité aktiv – wer wissen möchte, was frankophone asexuelle Menschen heute zu sagen haben, kann einfach auf den Link klicken.
Asexi Grüße ins Nachbarland!

Übersetzerinnenanekdote des Tages

Gerade sitze ich an französischen Texten für einen großen Betreiber von Ferienparks in vielen Ländern, u. a. auch auf den Balearen. In der Stadt Ibiza, so stand es da in dem einen Satz, gibt es u. a. ein beeindruckendes château. An dieser Stelle fragt sich die geneigte Übersetzerin stets: Was jetzt, ein Schloss oder eine Burg? Das französische Wort bedeutet nämlich dummerweise beides. Also erstmal bei Google „Schloss Ibiza“ eingegeben, kaum was gefunden, es ist wohl doch eher eine Burg, also „Burg Ibiza“ eingegeben. Hä, was sind denn das jetzt für komische Ergebnisse … Ach so, irgendwo in Bayern gibt es offensichtlich einen Swingerclub, der „Burg Ibiza“ heißt. Das wollte ich zwar gar nicht wissen, aber nun weiß ich es.
Glücklicherweise fand ich auch diese Seite mit einem Bild – eindeutig eine Burg. Geht doch.

Wenn Chrétien Science Fiction geschrieben hätte

Ich lese immer noch zusammen mit jemand anderem den Cligès von Chrétien de Troyes, mittlerweile sind wir ungefähr in der Mitte angekommen. Unser Titelheld hat inzwischen Fenice kennengelernt, die ihm auf den ersten Blick ebenso gefallen hat wie er ihr. Die beiden sind die Auserwählten ihres jeweiligen Volks, das spüren sie und das bemerken auch alle anderen – wie zwei Sonnen erleuchten sie bei ihrer ersten Begegnung den großen Raum. Fenice weiß nicht recht, wie ihr geschieht, und vertraut sich ihrer zauberkundigen Amme Thessala an (Vers 3024 ff.): (mehr…)

Vorweihnachtliche Übersetzerinnenanekdote

Ich weiß nicht, wie es bei anderen Übersetzer_innen aussieht – ich hatte in den letzten Tagen noch recht viel zu tun, einige Firmen wollten noch ihre Newsletter und sonstigen Kram übersetzt haben und für nach Weihnachten bzw. für das neue Jahr musste ich auch schon Verhandlungen führen, was ich zu wann liefern kann etc. Unter den ganzen Nachfragen war auch eine lustige: Ein französischer Projektmanager, den ich seit Jahren virtuell kenne, schrieb mir: Können Sie mir ganz schnell lime à ongles übersetzen? Was er da auf Deutsch haben wollte, ist die Nagelfeile. Ich habe mich unwillkürlich gefragt, ob ein Kunde von ihm in Deutschland aus dem Knast ausbrechen will.
Ich wünsche allen unabhängig vom Beruf ein paar angenehme und erholsame Feiertage!