Tag-Archiv für 'englisch'

Sprachlicher Linksalat

Heute habe ich mal wieder ein paar Links für euch.
Kürzlich wurde das diesjährige „Jugendwort des Jahres“ bekanntgegeben; das UEPO berichtet über den Sieger und die Kandidaten, die es nicht an die Spitze geschafft haben. Wie aussagekräftig das Ergebnis ist, d. h. wie häufig diese Wörter von Jugendlichen tatsächlich verwendet werden, kann ich nicht beurteilen, aber einige der aufgezählten Ausdrücke sind köstlich. Die „Bambusleitung“ mag ich z. B. sehr.
Wenden wir uns vom Jungen ab und dem Alten zu: Es gibt mit Keilschrift beschriebene Tontäfelchen, die man essen kann! Mehr Details sind hier nachzulesen (beide Texte auf Englisch).
Hier schreibt die Übersetzerin Viviane Lowe auf Englisch und Französisch über ein Thema, über das ich mich auch schon einmal ausgelassen habe, nämlich über falsche Freunde. Es geht zwar um Wörter, die im Englischen und Französischen existieren und in den beiden Sprachen jeweils etwas anderes bedeuten, aber manches ist sicherlich auch für Sprecher_innen und Lerner_innen noch anderer Sprachen interessant.
Dies ist für heute genug Bildung im Advent. :)

Da ist der Wurm nicht dran, sondern drin

Was man nicht so alles zum Übersetzen bekommt – bei mir ging es neulich um Angelurlaub und in diesem Zusammenhang dann auch um die ganze Ausrüstung, die man so braucht. Weil es da einen Haufen Krempel gibt, habe ich mir im Internet viele Texte durchgelesen und Bilder angeschaut.
Ein belgischer Hersteller von Kunstködern wirbt mit dem Slogan „Think and made for fishermen.“ Irgendwie nicht so ganz, wa?

Ich suche Leute, die keine Ahnung vom Übersetzen haben, und meine Lieblingspräposition ist „an“

Als ich mir heute wieder einmal Stellenanzeigen im Bereich Übersetzung durchlas, stieß ich auf einen ziemlich bizarren Text, der aber wahrscheinlich nicht mit dem Ziel eingestellt wurde, die Leser_innen zu erheitern. Das Unternehmen (Hauptsitz in Berlin, Niederlassungen in Großbritannien und Rumänien) beschreibt folgendermaßen, was es sucht: (mehr…)

C‘est trop chou !

Sommer ist’s, das Obst wächst aus der Erde oder baumelt an Zweigen (darunter die von mir so geliebten cerises-czereśnie-Kirschen). Gemüse ist natürlich auch da und eine Sorte gibt es, die nicht für den Mund bestimmt ist, sondern über die Augen ins Gehirn geht – den Wortsalat.
Vor Kurzem habe ich Mia Messer von Mieze Medusa gelesen (spielt in einer österreichischen Ganovenfamilie) und der Autorin reichten die im Deutschen vorhandenen Verben offenbar nicht, sie musste noch ein paar dazuerfinden. (mehr…)

Online oder en ligne oder was?

Viel ist schon über aus dem Englischen übernommene Fremdwörter geschrieben worden, viele Menschen haben eine Meinung über sie. Egal, ob sie nun böse oder eine Bereicherung unserer Sprache sind – sie sind da. In anderen Sprachen gibt es sie natürlich auch und ich muss mich mit ihnen auseinandersetzen, wenn ich aus dem Französischen oder Italienischen übersetze. Manche_r könnte meinen, viele Wörter englischen Ursprungs in einem Text würden das Übersetzen einfacher machen, da man diese Wörter ja so lassen kann, wie sie sind. Nun ist es aber so, dass nicht alle Sprachen gleich viele englische Fremdwörter verwenden bzw. sie verwenden sie nicht unbedingt an den gleichen Stellen. Ich habe in den letzten Wochen eine kleine deutsch-italienisch-französische Liste erstellt, um mal ein bisschen vergleichen zu können und möchte sie nun zeigen. (mehr…)