Archiv der Kategorie 'Literatur'

Mädels, wir müssen umziehen

Na was ist denn das – Stefania Bertola hat ein neues Buch veröffentlicht! Gut, eigentlich hat sie nach Ragazze mancine noch zwei geschrieben, die ich aber beide nicht gelesen habe, weil es sich um ein humoristisches Sachbuch über das Gärtnern und ein Jugendbuch handelt (wobei mich letzteres schon interessieren würde, ich möchte es mir aber nicht extra kaufen). Nun also Ragione e Sentimento, ein neuer Roman meiner Lieblingsturinerin, der sich an Erwachsene richtet. (mehr…)

Viereinhalb Menschen und eine Schildkröte im Urlaub

Als ich das letzte Mal durch die Regalwälder meiner Stammbibliothek wanderte, fiel mein Blick auf einen Namen – Ronja von Rönne. Irgendetwas klingelte, ich meine mich zu erinnern, dass sich vor nicht allzu langer Zeit irgendwelche Leute über sie aufgeregt haben und dass es irgendetwas mit Feminismus zu tun hatte. Um was es ging, weiß ich nicht mehr. Das Buch, Wir kommen, wurde zusammen mit ein paar anderen in meine Tasche gestopft, weil die ersten paar Seiten ganz spannend klangen, und inzwischen habe ich es gelesen. Für eine gründliche Rezension fehlt mir momentan aus verschiedenen Gründen die Zeit und ich habe auch extra nichts weiter über die Autorin oder das Werk gelesen, um ganz unvoreingenommen meine Meinung absondern zu können. (mehr…)

Wenn Chrétien Science Fiction geschrieben hätte

Ich lese immer noch zusammen mit jemand anderem den Cligès von Chrétien de Troyes, mittlerweile sind wir ungefähr in der Mitte angekommen. Unser Titelheld hat inzwischen Fenice kennengelernt, die ihm auf den ersten Blick ebenso gefallen hat wie er ihr. Die beiden sind die Auserwählten ihres jeweiligen Volks, das spüren sie und das bemerken auch alle anderen – wie zwei Sonnen erleuchten sie bei ihrer ersten Begegnung den großen Raum. Fenice weiß nicht recht, wie ihr geschieht, und vertraut sich ihrer zauberkundigen Amme Thessala an (Vers 3024 ff.): (mehr…)

Wovon Bücher sprechen

Vor ein paar Monaten habe ich mit Notre-Dame de Paris einen ziegelsteinigen, mir bisher unbekannten Klassiker gelesen und nun war Der Name der Rose von Umberto Eco dran. Ja, auf Deutsch – die Person, die mir das Buch ausgeliehen hat, kann selbst kein Italienisch. Die Übersetzung ist von Burkhart Kroeber (der Stammübersetzer dieses Autors, soweit ich weiß) und die Ausgabe, aus der ich im Folgenden zitieren werde, ist eine uralte von 1989 für die DDR.
Wir befinden uns in einer Abtei unter lauter bibliophilen Menschen, das hat mir gut gefallen – wenngleich auch nicht verschwiegen wird, welche Folgen übertriebene Liebe und Eifersucht haben können. Zwei Stellen möchte ich hier abtippen: (mehr…)

Ein lustiges und ein lehrreiches Zitat

Dass ich mich gerade durch den Cligès arbeite, haben inzwischen sicherlich alle Mitlesenden mitbekommen. Nun habe ich auch endlich mal das Vorwort zu meiner Ausgabe gelesen, in dem der Herausgeber Charles Méla erklärt, auf welchen überlieferten Handschriften sie basiert und wie übersetzt wurde. (mehr…)