Wiederentdeckt

Wenn ich mich nicht irre, habe ich mir Sandro Pennas Poesie (Milano 2000) gekauft, als ich Ostern 2004 mit einer Freundin in Florenz war. Den Dichter hatte mir eine italienische Freundin ans Herz gelegt. Nun habe ich das hellblaue Buch nach einiger Zeit wieder in die Hand genommen und ein wenig darin herumgeblättert und viele Texte sind wirklich schön, weswegen ich wenigstens einen zitieren möchte.
Wer war Sandro Penna überhaupt? Geboren wurde er 1906 in Perugia, gestorben ist er 1977 in Rom. Er hat kurze Prosatexte verfasst, die ich nicht kenne, und dann eben Gedichte, ziemlich viele und größtenteils ziemlich kurz, oft sind es nur vier Verse, manchmal auch nur zwei. Ich würde sie als Momentaufnahmen bezeichnen, wir werden Beobachter einer kurzen Szene, in der Natur, auf der Straße oder auch im Zug. Um die deutsche Wikipedia zu zitieren: “ Es mag an Pennas Vorliebe für Knaben als Sujet seiner Gedichte liegen, dass die öffentliche Rezeption seines Werks bisher nur zurückhaltend erfolgt, obwohl Penna als einer der bedeutenden italienischen Lyriker des 20. Jahrhunderts gilt.“ Auf Deutsch kann man ein bisschen was von ihm lesen, aber nur ausgewählte Texte. Ob der folgende dabei ist, weiß ich nicht – und entschuldige mich für das Fehlen einer Übersetzung, ich fühle mich zum Anfertigen einer solchen wenig berufen.

La mia poesia non sarà
un giuoco leggero
fatto con parole delicate
e malate
(sole chiaro di marzo
su foglie rabbrividenti
di platani di un verde troppo chiaro).
La mia poesia lancerà la sua forza
a perdersi nell‘infinito
(giuochi di un atleta bello
nel vespero lungo d‘estate).


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