So klingt … ähm, Nordeuropa

Mit Ländern nördlich von uns und deren Sprachen hat mich nie sehr viel verbunden. In meiner Studienzeit hatte ich einige Bekannte, die begeistert Schwedisch lernten – ich zog es vor, mit dem Polnischen zu kämpfen. Mit dem ganzen Körper (und nicht nur mit den Ohren) bin ich nie nördlicher gekommen als bis Kopenhagen. Einige musikalische Highlights stehen da aber doch neben dem Polarstern …
Värttinä aus Finnland kenne ich schon sehr lange und höre sie heute bevorzugt auf langen Zug- oder Busfahrten. Dabei weiß ich gar nicht, ob es die Band überhaupt noch gibt – die Lieder, die ich mag, müssen schon relativ alt sein. Im Grunde weiß ich gar nichts über sie, sie sind für mich immer ein Mysterium geblieben wie ihre Sprache.
Eine gewisse Jemandin, die für längere Zeit in Lettland war, hat mir die aus diesem Land stammende Band Iļģi ans Herz gelegt. Als ich mir ihre Lieder anhörte, erinnerte mich die Sprache an das Finnische, was natürlich völliger Blödsinn ist, da die baltischen Sprachen ja zu den indogermanischen gehören. Vielleicht ist es einfach der Musikstil, der für mich so ähnlich klingt.
Neulich stolperte ich zufällig über eine Band aus Norwegen, einem Land, das für mich musikalisch bis dahin ein weißer Fleck auf der Landkarte war. Eliwagar heißt die Formation und hat einen gewissen Suchtfaktor – dass man sich auf YouTube ganze Alben anhören kann, ist verhängnisvoll, es führt zu Kleberei am Laptop.
In gewisser Weise passen Мельница / Melnitsa aus Russland, die ich schon einmal erwähnte, auch in diese musikalische Schublade, aber die schauen ja auch gern nach Nordeuropa. Das verlinkte Stück ist übrigens ein ganz frisches.
Macht die Lagerfeuer an und holt den Met raus!


0 Antworten auf „So klingt … ähm, Nordeuropa“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


eins + = sieben