Hach, Antonio!

Da habe ich Aspirapolvere di stelle schon x-mal gelesen und erst jetzt fällt mir auf, dass Antonio mit Nachnamen Bassani heißt und aus Ferrara kommt. Höchst verdächtig.
Gerade gestern fand ich auch wieder so eine wunderschöne Bertola-typische Stelle, die ich im Folgenden einfach mal in eigener Übersetzung zitiere.
(Die Reinigungskraft Penelope unterhält sich mit ihren Schulfreundinnen Elvira und Giusi über den mysteriösen Antonio, Assistent ihres Chefs Filippo Corelli.)
„Manchmal sehe ich ihn mit Büchern vorbeilaufen. Oder er kommt abends, wenn ich bügele, in die Waschküche, setzt sich mit dem Stadtführer hin und schaut sich stundenlang die Karte an.“
„Man merkt, dass er dich mag“, bemerkte die scharfsinnige Elvira.
„Ach Quatsch. Wenn ich sein Zimmer saubermache, verschiebe ich dann manchmal Sachen… zum Beispiel ein Kissen, ich lege es mitten auf den Teppich…“
„Also magst du ihn auch“, schlussfolgerte Giusi.
„Was hat das damit zu tun? Also, ich verschiebe seine Sachen und er sagt nichts dazu, aber am nächsten Tag liegen sie wieder, wo sie waren, aber darauf liegt eine Praline oder so etwas.“
„Ah. Also liebt ihr euch wirklich.“ Elvira versuchte, mit einer gerösteten Kastanie eine Taube zu treffen.
„Ach, hör auf. Wenn überhaupt gefällt er mir, wenn er durch sein Teleskop schaut.“

(„spostare“ mit „verschieben“ zu übersetzen finde ich selbst nicht so doll, aber mir fällt gerade nichts anderes ein).


2 Antworten auf „Hach, Antonio!“


  1. 1 Gerd Duerner 27. Februar 2016 um 13:55 Uhr

    Ach, solche auszüge machen einem richtig Lust die autorin zu Lesen – aber dann fällt mir wieder die Kritik an der Übersetzungsqualität ein.
    Andererseits spreche ich ja kein Italienisch, da gelte dann ja vielleicht ein „Ignorance is bliss“ solange ich mich nicht über die Übersetzung („über die Über“? Doofer Satz klingt doof) hinaus damit beschäftige.

  2. 2 Fiammetta de Bornelh 28. Februar 2016 um 19:09 Uhr

    Ja, wenn man das Original nicht versteht (und nicht wie ich zehnmal gelesen hat), stört einen die Qualität der Übersetzung sicherlich weniger. Ich würde dir die Autorin durchaus empfehlen. Das Buch, aus dem ich hier zitiere, ist auf Deutsch als „ein Mann zum Verlieben“ erschienen.

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