Advent im Ohr

Adventszeit ist, ich trage Lebkuchenhäuschen als Ohrringe und die mit der Familie gebackenen Plätzchen sind schon bald alle. Neben bestimmtem Schmuck (nicht nur für den Körper, auch für die Wohnung) und bestimmten Leckereien gehören auch bestimmte Lieder für mich zur Weihnachtszeit, ich höre sie nur in dieser Zeit des Jahres.
Diese CD von den Irrlichtern bekam ich vor einigen Jahren geschenkt (vermutlich zu Weihnachten, ich kann mich aber nicht mehr genau erinnern) und pünktlich zum ersten Advent lag sie wieder in meinem Player. Diese Mittelaltermarktsmusik ist nicht ganz mein Ding, aber in die Jahreszeit passt die Scheibe einfach sehr gut.
Als wir vor fünf Jahren selbst einen Teil von Händels Messias aufführten, fand ich großen Gefallen an He shall feed his flock und suche es seitdem jedes Jahr Anfang Dezember wieder auf YouTube und zwar genau diese Version.
Das Weihnachtsoratorium vom guten alten Johann Sebastian kann ich nach mittlerweile achtzehn Jahren in diversen Chören natürlich vorwärts und rückwärts. Dennoch ist es jedes Mal wieder schön und am meisten mag ich die Arie Bereite dich Zion – ich habe mal eine ganz untypische Version verlinkt, weil mir die Stimme so gut gefällt.
Als eingefleischter Fan von Wong Kar Wai ist mir natürlich auch der Christmas Song von Nat King Cole wohlvertraut. In Catch me if you can wurde der Titel auch verbraten, ich war damals beim ersten Gucken ganz verblüfft, weil ich ihn so stark mit einem anderen Film assoziiere.
Die Trippmadam hat mir im letzten Jahr einen weihnachtlichen Floh ins Ohr gesetzt – Los peces en el río von Chavela Vargas. Dieses Jahr haben meine Ohren ein Wiederhören mit dem Stück gefeiert.
Was fließt euch dieser Tage so durch die Gehörgänge?


2 Antworten auf „Advent im Ohr“


  1. 1 trippmadam 10. Dezember 2015 um 21:53 Uhr

    Für Lebkuchenhäuschen am Ohr bin ich definitiv zu alt, aber ich liebe schöne und ungewöhnliche Ohrringe.

    Jetzt habe ich einen Ohrwurm; heute Nacht werde ich mit „Bereite Dich, Zion.“ einschlafen, nehme ich an. Mir geht vor dem Einschlafen nämlich immer die Musik im Kopf herum, die ich zuletzt gehört habe.

  2. 2 Fiammetta de Bornelh 11. Dezember 2015 um 9:46 Uhr

    Hätte ich von der Ohrwurmgefahr gewusst, hätte ich „Schlafe, mein Liebster, genieße der Ruh“ verlinkt, das wäre passender gewesen.
    Meine Mutter trägt einen kleinen Lebkuchen als Kettenanhänger, der ist etwas dezenter als meine Ohrhäuschen.

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