Okzitanisch-queerer Linksalat

Gestern habe ich mich wieder einmal länger auf den Seiten des Jornalet herumgetrieben und es gab so einige interessante Artikel zu lesen.
Natürlich wurde über die diesjährige Demonstration anlässlich des katalanischen Nationalfeiertags am 11. September berichtet, über den noch immer starken Wunsch nach Unabhängigkeit, der durch die Wahlen am 27. September eine neue Chance bekommen soll, Wirklichkeit zu werden. Warum die Menschen in den okzitanischsprachigen Gebieten so lebhaften Anteil daran nehmen, was in Katalonien passiert, fasst der letzte Satz dieses Artikels gut zusammen: „Se Catalonha ven independenta lèu, l‘occitan aurà, pel primièr còp despuèi lo sègle XVII […], la possibilitat d‘èsser lenga d‘un estat. („Wenn Katalonien bald unabhängig wird, wird das Okzitanische zum ersten Mal seit dem 17. Jahrhundert […] die Chance haben, die Sprache eines Staates zu sein.“)
Nun kommen auch auf die Einwohner_innen Frankreichs Veränderungen zu, da im Zuge der Gebietsreform diverse Regionen zusammengelegt werden sollen. Für das derzeitige Midi-Pyrénées und Languedoc-Roussillon (auf Okzitanisch Miègjorn-Pirenèus und Lengadòc-Rosselhon) wird noch ein Name gesucht und in diesem Artikel und den Kommentaren wird diskutiert, ob es gut oder schlecht wäre, wenn die neue Region Occitanie / Occitània getauft würde. Ja, das Wort „Okzitanien“ würde endlich auf Karten erscheinen, aber das Sprachgebiet ist doch noch viel größer…
Sprachliche Minderheiten sind ein Thema, Gender, Sexual and Romantic Minorities (GSRM) ein anderes. Ein englischsprachiger YouTuber outete sich in einem seiner Videos als asexuell und bekam daraufhin von einigen Kommentierenden die üblichen Bingo-Sprüche serviert, darunter „du hast doch nur Hormonprobleme“. In diesem Video geht er auf diese ungebetene Diagnose genauer ein. Wer Zweifel hat, wie man sich am besten (als was auch immer) outet, bekommt hier nützliche Tipps von Michael Buchinger.


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