Zickige Soprane und andere Gestalten

Zwischen die Lieferung eines komplizierten Projekts und den Aufbruch zum überregionalen Asexi-Treffen (auf das ich schon sehr gespannt bin) quetsche ich jetzt einen Post zu einem ganz anderen Thema, das jedoch auch nicht ganz unwichtig für mein Leben ist, nämlich Chorsingen. Es folgt eine kleine Auswahl von vielstimmigen YouTube-Links…
Ich bin nicht die einzige singende Aktivistin für asexuelle Sichtbarkeit, von Swankivy gibt es ja einige Musikvideos. Mein Favorit ist ihre Version von Butterfly (Original von der finnischen a-capella-Formation Rajaton), in der sie alle sechs Stimmen selbst singt. Bevor es losgeht, gibt es erst einmal Zoff. Die Äußerungen dürften jeder_m Chorsänger_in bekannt vorkommen und als sie sich dann schließlich zusammenraufen und lossingen, scheint sich der Himmel zu öffnen…
Ein Chor-Kanal auf YT, den ich sehr mag, ist der von den Gondwana Voices, einem australischen Kinder-/Jugendchor, der Lieder aus aller Welt singt. Mit am besten gefällt mir Tel Iwi E, eine traditionelle Weise von den Maori (für mehrstimmigen Chor bearbeitet, schätze ich). Gerade sehe ich, dass sich in kürzlich geschriebenen Kommentaren Maori beschweren, dass der Chor den Text falsch singt – das kann ich nicht beurteilen, aber ich bewundere, wie sie gleichzeitig singen und gestikulieren, das stelle ich mir sehr schwierig vor.
Die Scala und Kolacny Brothers sind ja recht bekannt – auch ich mag ihre Interpretationen von zeitgenössischen Popsongs und am meisten Kein zurück (Original von Wolfsheim). Als ich Abitur machte, sang meine Schwester gerade vorübergehend in einem Mädchenchor an ihrer Schule, sie trugen dieses Lied bei einer Veranstaltung vor und es ging mir damals recht nahe, da für mich ein Lebensabschnitt zu Ende ging.
Nicht nur live gehört, sondern selbst schon mitgesungen habe ich Lux aurumque von Eric Whitacre, einem lebenden Komponisten. Ich finde die Idee eines virtuellen Chors zwar ganz witzig, aber es klappert in der hier zu hörenden Version doch an einigen Stellen ganz schön und mit Menschen singen, die leibhaftig neben einem stehen, macht ohnehin viel mehr Spaß.


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