Archiv für Juni 2015

Asexi auf dem Berliner CSD

Wir haben es wieder getan und natürlich gibt es von mir wieder einen kleinen Bericht, diesmal allerdings direkt auf der Homepage unseres Vereins AktivistA. Wer also ein bisschen lesen und Bilder gucken möchte, möge hier klicken.
Und ja, die Frage „Was ist das denn für eine Flagge?“ kam auch wieder ein paarmal.

Von falschen Voraussetzungen

Vor ein paar Tagen habe ich eine irgendwie bizarre Unterhaltung geführt.
Nach einer Veranstaltung kam ich mit einer jüngeren Frau, ca. 18-20 Jahre alt, ins Gespräch. Irgendwann fragte sie mich nach meinem Beruf und ich sagte, ich sei Übersetzerin. Daran, dass die Leute dann automatisch denken, ich sei Literaturübersetzerin oder dass sie Übersetzen mit Dolmetschen gleichsetzen, bin ich inzwischen gewöhnt, aber der Vorrat an merkwürdigen Bemerkungen ist offenbar noch nicht erschöpft. (mehr…)

Geht ’ne Aska aufs Stadtfest…

An diesem Wochenende findet in Berlin-Schöneberg wieder einmal das bekannte lesbisch-schwule Stadtfest statt; ich komme gerade von dort. Ich hatte extra eine große Tasche mitgenommen, um mich mit Informationsmaterial eindecken zu können und das war ein guter Gedanke. Neben Verlagsprogrammen und kostenlosen Bonbons gab es auch einiges, das mich als asexuelle Aktivistin interessierte… (mehr…)

Von Outfitplänen

Die CSD-Saison nähert sich mit großen Schritten; vor dem Rathaus meines Stadtteils flattert schon wieder stolz die Regenbogenfahne. Die Bilder von Paraden, die in den Medien landen, zeigen meist schrille Dragqueens oder sehr spärlich gekleidete Personen (diese Bilderstrecke ist recht typisch) und eben dieses Bild hat dann die Durchschittsperson auch von CSDs. Dass Menschen erstaunt fragen, was Asexuelle denn auf solchen Veranstaltungen verloren haben, liegt auch an der verzerrten Berichterstattung.
Das Online-Magazin queer.de hat in der vergangenen Woche eine Umfrage zum für den diesjährigen CSD geplanten Outfit laufen lassen, an der sich fast 800 Personen beteiligten. Mehr als 80 % der Befragten haben vor… in Alltagskleidung zu erscheinen.
Anekdote am Rande: Ich werde auch in diesem Jahr wieder mit einer kleinen asexuellen Fußgruppe am Berliner CSD teilnehmen, habe mich ebenfalls an der Umfrage beteiligt und gehöre zu den mickrigen 2,9 %, die „im Fummel oder verkleidet“ zu kommen beabsichtigen. „Ganz normal, wie immer“ ist es ja nun eher nicht, wenn ich mich in eine Flagge hülle und ein Schild trage.

Mit Kopfbourka ins Kino

Ich hatte ja schon öfter darüber gelästert, dass die Romane von Stefania Bertola ins Deutsche schlecht übersetzt werden und der Verlag teilweise entsetzlich dumme Titel auswählt – inzwischen habe ich zum ersten Mal einen ganzen Roman auf Deutsch gelesen und ja, es waren schon ein paar Schoten dabei. Um niemanden zu verunglimpfen, sage ich nicht, welcher Roman es war und von wem er übersetzt wurde, sondern zitiere nur das, was mir aufgefallen ist. (mehr…)