Was gibt’s zu essen? – Linksalat!

Ich kann nichts dagegen tun, mir begegnen im Internet immer wieder interessante Texte, bei denen es mich juckt, sie weiterzuverbreiten.
Beginnen wir sprachlich: In diesem englischsprachigen Artikel erzählt eine Waliserin davon, dass das Walisische ihr langsam entgleitet, von dem Gefühl eines großen Verlusts und von dem, was sie tut, um diesen Prozess aufzuhalten. Einziger Wermutstropfen: Der Satz „[…] when I say it I can almost feel how old the Welsh language is.“ Dass Sprecher_innen von Minderheitensprachen oder Sprachen mit niedrigem Prestige das Alter ihrer Sprache betonen, fällt mir immer wieder auf, es ist gefühlsmäßig schon irgendwie nachvollziehbar, wissenschaftlich gesehen aber meistens Quark.
Anderes Land, andere sprachliche Situation: Griechenland. Ich hatte mir nie Gedanken um eventuelle sprachliche Minderheiten dort gemacht (OK, von der sephardischen Präsenz in Saloniki wusste ich) – ein okzitanischer Artikel machte mich mit einem Schlag viel schlauer. Der Autor gewährt uns einen kurzen Überblick über sprachliche Minderheiten in Hellas, stellt die Frage, inwiefern sich ihre Situation durch den Wahlsieg von Syriza verbessern wird und zieht Vergleiche zur Lage in Frankreich und Spanien.
Manchmal ist die Zugehörigkeit einer Person zu einer Minderheit sofort sichtbar, manchmal nicht. Dies und noch mehr erklärt das Mandelbrötchen sehr anschaulich in einem Gastartikel auf einem fremden (mir bisher unbekannten) Blog. Ich hatte hier und da schon ein bisschen was zum Thema Privilegien gelesen, oft war es mir zu unverständlich geschrieben, diesmal nicht.
Dass Menschen, für die das Thema Asexualität neu ist, gleich gute Texte darüber schreiben, ist selten, kommt aber doch vor – hier zum Beispiel. Find ich gut, was sie da in Dortmund gemacht haben.


0 Antworten auf „Was gibt’s zu essen? – Linksalat!“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


× fünf = fünfundzwanzig