Noch ein kleiner Linksalat

Ich bin in letzter Zeit wieder auf einige interessante Texte auf fremden Blogs oder anderswo im Internet gestoßen, die ich nun hier sammenln möchte.
Beginnen wir asexi: Dieser Text [en] von Anagnori hat mir sehr gut gefallen (er ist zwar schon älter, aber ich bin jetzt erst darauf gestoßen). Ich kenne zwar nicht großartig viele fiktive Geschichten mit asexuellen Figuren, aber was dier Autor_in da schreibt, kann man auch auf das wirkliche Leben übertragen. Ich habe es bereits erlebt, dass sich jemand auf für mich unangenehme Weise für meine Asexualität interessierte bzw. sich aufgrund meiner Asexualität für mich interessierte und kann daher gut verstehen, was es ist, das Anagnori stört.
Als nächstes ein neuerer Artikel [en] zu einem völlig anderen Thema. Was für eine Rolle spielen Minderheitensprachen für die Ausbildung und Arbeit von Dolmetscher_innen und Übersetzer_innen? Was für eine Rolle könnten sie spielen?
Und apropos sprachliche Minderheiten… Die Katalan_inn_en haben ihren Kampf für das Recht, am 9. November abstimmen zu dürfen, keineswegs aufgegeben und das Jornalet versorgt seine Leser_innen weiterhin mit allen wichtigen Neuigkeiten. Vor einigen Tagen haben Bürgermeister_innen aus ganz Katalonien den Präsidenten Artur Mas aufgesucht, um ihn der Unterstützung ihrer Gemeinden zu versichern. Sieben von ihnen sind in einem Video zu sehen, in dem sie der ganzen Welt erklären möchten, warum ihnen die Abstimmung so wichtig ist. Den okzitanschsprachigen Artikel, in den das Video eingebettet ist, gibt es hier – im Video selbst sind die Sprachen Englisch, Katalanisch und Okzitanisch (aranesische Varietät) zu hören, es gibt englische Untertitel.
Salat trocken, musikalisches Dressing gewünscht? Darf es auf Granatapfelbasis sein? Ich fand gestern das Video zum Song Ladrona de Granadas von Mor Karbasis aktuellem Album La Tsadika, das ich selbst (noch?) nicht besitze. Ist sehr schön geworden, finde ich – einen hübschen Garten haben sie da zum Drehen gefunden und die Kleider, die Mor und die junge Diebin tragen, machen mich neidisch.


5 Antworten auf „Noch ein kleiner Linksalat“


  1. 1 Carmilla DeWinter 08. Oktober 2014 um 22:30 Uhr

    Schönes Musikvideo, ja. Aus Erfahrung sind so weite Röcke aber durchaus hinderlich im Alltagsgeschäft.

    Was die Asxexualität in Fiktion angeht: Ja, bei vielen Geschichten, die ich kenne, funktioniert die sexuelle Orientierung als „Hindernis“, so wie eine schlechte Kindheit, eine Suchterkrankung oder anderes in gewöhnlichen Liebesgeschichten. Aber dazu muss ich mich wohl – ausführlich – in der Herberge auslassen.

  2. 2 Fiammetta de Bornelh 09. Oktober 2014 um 8:36 Uhr

    Ja, Rad fahren wäre mit solchen Klamotten wahrscheinlich schwierig…
    Einen Artikel von dir zu „Asexualität als Hindernis“ fände ich super.

  3. 3 Trippmadam 10. Oktober 2014 um 7:54 Uhr

    Schön. Auch die Blicke, die zwischen Mor Karbasi und der ladrona gewechselt werden.
    Lange Röcke finde ich persönlich sehr praktisch. Sie überspielen die Partien, die ich an meinem Körper nicht so gern mag und man muss nicht aufpassen, wie man sitzt, steht oder geht. Als (Hobby-)Flamencotänzerin habe ich mich aber auch an den Umgang damit gewöhnt. Nur die Rollen an den Bürostühlen sind schwierig. Beim Fahrradfahren nehme ich einen Zipfel links und stecke ihn rechts im Taillenbund fest, so dass die Weite reduziert wird. (Die Diebin trägt übrigens einen schönen Flamenco-Übungsrock.)

  4. 4 Fiammetta de Bornelh 10. Oktober 2014 um 9:28 Uhr

    Ach ja, mit Rollen über den eigenen Rock gefahren bin ich mir auch schon. Und einer war mal so lang und weit, dass er mir nicht in die Fahrradkette kam, sondern sich richtig um die hintere Achse wickelte (ein Anwohner holte Werkzeug und befreite mich).
    Über den kaschierenden Aspekt habe ich mich gerade vorgestern mit einer Mitsängerin unterhalten, dass man bei Konzerten nicht so deutlich sieht, dass ich schief dastehe, wenn ich einen Rock trage.

  5. 5 tschellufjek 12. Oktober 2014 um 23:53 Uhr

    Der Stand von Minderheitensprachen macht mal wieder deutlich, wie totalitär Sprache häufig sein kann. Im Endeffekt verhält es sich mit den Sprachen wie mit allen anderen Sachen im Leben: Die großen und „starken“ Sprachen gewinnen, die kleinen und „schwachen“ werden immer weiter an den Rand gedrängt. Ich plädiere deshalb immer für die Durchsetzung einer Kunstsprache wie Esperanto als globale Lingua franca. Aber das würde eine ganze Weile dauern und bis dahin wird vermutlich das Licht vieler Minderheitensprachen erloschen sein.
    Bref: Super Artikel!

    Übrigens: Ich habe eine neue Sprachenlernplattform gefunden, die ich ganz vielversprechend finde, da sie mal ein paar unkonventionelle Lehrmethoden bietet: http://www.fluentu.com/
    Werde die nächsten Wochen mal ein wenig Zeit auf dieser Plattform verbringen und sie austesten :)

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