Archiv für September 2014

Homophobe am Steuer

Ich habe vor Kurzem Madama Sbatterflay (Milano, 2012) von Luciana Littizzetto gelesen, eine Sammlung von kurzen Texten, in denen die Autorin auf bissige Weise und unter Verwendung einiger Saft-und-Kraft-Wörter aktuelle Ereignisse kommentiert. Der Text Gay al volante (Schwuler am Steuer) gefiel mir so gut, dass ich ein wenig daraus zitieren möchte.
Der Hintergrund: Der Führerschein eines jungen Mannes aus Brindisi wurde nicht verlängert, da der junge Mann schwul ist. Diesen Irrsinn kommentiert Madama Littizzetto mit den folgenden Worten: „Dato che sei invertito, inverti continuamente anche il senso di marcia?“ Ein wunderbarer Satz, der in der Übersetzung leider zwangsläufig an Farbe verliert; mein Vorschlag wäre „Du bist also invertiert – kehrst du deswegen auch ständig die Fahrrichtung um?“
Im Folgenden macht sich die Schreiberin über den Glauben lustig, Homosexualität sei eine Krankheit, und konstruiert den folgenden Dialog: „Sa che mio marito è stato a letto per due settimane?“ „Con la febbre?“ „No, con un tizio coi baffi…“ („Wissen Sie, mein Mann hat zwei Wochen lang im Bett gelegen.“ „Mit Fieber?“ „Nein, mit einem Kerl mit Schnauzbart…“). Köstlich, oder?

Tredici anni dopo

Vor ein paar Wochen stieß ich auf YouTube zufällig auf ein Video, in dem ein junges Mädchen von seinen noch relativ frischen Erfahrungen als Austauschschülerin berichtete. Irgendwie interessierte mich das Thema, ich suchte nach weiteren Videos, fand auch welche und bekam beim Anschauen Lust, ebenfalls von den Erfahrungen zu berichten, die ich damals im Schuljahr 2001/2002, als an YouTube noch nicht zu denken war und man in Mark bzw. Lira zahlte, im italienischen Torino machte. Hier sind meine Erinnerungen. (mehr…)

Wasser der Saale, Wasser des Rheins

Ich war ja mal wieder richtig schnell… Schon einen Monat nach dem Startdatum von Die geliebten Schwestern habe ich mir den Film tatsächlich angeschaut. Ich wollte ihn eigentlich nur wegen Henriette Confurius und wegen Thüringen sehen, erwartete nicht viel und wurde positiv überrascht. Gescheite Filmrezensionen kann ich nicht schreiben (mir fehlt ganz einfach das Vokabular), aber das Bedürfnis, etwas dazu zu sagen, ist doch da. Also… (mehr…)