Asexy zwischen Rhein und Neckar

Viele Kilometer habe ich zwischen Freitag und Sonntag auf deutschen Autobahnen zurückgelegt. Ich habe zwar selbst kein Fahrzeug gesteuert, aber glaubt mir, es war dennoch anstrengend. All das Gefahre hat sich jedoch gelohnt, da ich auf diese Weise beim Infostand von AktivistA auf dem Straßenfest des CSD Rhein-Neckar im Ehrenhof des Mannheimer Schlosses dabei sein konnte. Von dieser Aktion möchte ich nun berichten.
Wir fünf Amöben erreichten den Ort des Geschehens gegen 11:30 Uhr und machten uns an den Aufbau. Es war unglaublich windig, weswegen wir unser Zelt an eine Säule und das Nachbarzelt banden, außerdem standen düstere Wolken am Himmel, so dass wir mit ein paar ungemütlichen Stunden rechneten. Das schlechte Wetter verzog sich jedoch, der Wind legte sich und es wurde sogar richtig warm. Die Veranstaltung begann offiziell um 13 Uhr, es blieb aber noch eine Weile relativ leer, so dass wir uns erst einmal gemütlich auf die Anglerstühle pflanzten und eine_r nach dier anderen zu den Fressbuden pilgerten. Gegen 15:30 Uhr füllte sich der Platz mit einem Mal mit Menschen, da die Parade zu Ende war und erfreulich viele davon fanden auch zu unserem Stand. Dieses Mal durften wir leider keine Buttons verkaufen (dabei sind die so hübsch!), dafür konnten Interessierte an einem Glücksrad drehen, Fragen zum Thema Asexualität beantworten und Schokoherzen gewinnen. Flyer und Broschüren sowie Bonbons gab es natürlich wie üblich umsonst.
Die uns besuchenden Menschen waren größtenteils freundlich und interessiert, einige hatten schon von Asexualität gehört und ein paar Kandidat_inn_en waren selbst asexuell (*freundlich wink*). Dumme/indiskrete Fragen gab es aber auch dieses Jahr wieder ein paar, wobei den Vogel wohl die Person abgeschossen hat, die wissen wollte, ob auch Asexuelle nackt duschen. Nein, ich ziehe mir dafür immer meinen Wintermantel an. Gefreut habe ich mich über die Leute, die uns mit den Worten „Danke, ich habe etwas dazugelernt“ verließen.
Die Infostände waren zwar etwas weit vom Schuss platziert, dafür war die Musik von der Bühne nicht so laut und wir konnten uns noch einigermaßen gut unterhalten. So sehr viele Infostände waren es auch gar nicht, anwesend waren hauptsächlich Parteien sowie eine Beratungsstelle u.ä.
Das Feld räumten wir gegen 19:30 Uhr. Die Stimmung und die Musik von der Bühne waren zwar gut, aber der vor uns liegende Heimweg doch recht lang.
Und nun ein paar Bildchen. Gesichter wie immer versteckt, wobei es mir vor allem bei den Fotos unserer Besucher_innen leid tut, sie haben z.T. so schön interessiert geschaut…

Das Schloss

Unser Stand

Das Rädchen

Lehrreiche Lektüre

Interessiertes Publikum I

Interessiertes Publikum II

Spaß hat’s gemacht und war angesichts der vielen Menschen, die wir erreichen konnten, sicherlich auch nicht umsonst.
Viele Grüße an alle Mitstreiter_innen, vor allem an Carmilla, Quizmasterin am Glücksrad und Heldin am Lenkrad ihrer Karre. :)


4 Antworten auf „Asexy zwischen Rhein und Neckar“


  1. 1 Carmilla DeWinter 11. August 2014 um 21:38 Uhr

    Besser hätte ich es auch nicht gekonnt, und vor allem hätten die Fotos länger gebraucht, da ich Cleverle ja keine eigene Kamera hatte. Die Verlinkung folgt noch.

    Ich glaube, die zehn Meter Graben haben es einigen Leuten leichter gemacht, aus sicherer Entfernung zu glotzen und sich zu lächern, ohne Gefahr zu laufen, von uns angequatscht zu werden. In Karlsruhe ging das gar nicht – wenn es dort ruhig gewesen wäre, hätte ich mich bequem mit den Jungs von der Getränkebude gegenüber unterhalten können.

  2. 2 Néanmoins 12. August 2014 um 0:14 Uhr

    Huhu, Danke für den Bericht – jaaa, des war teilweise schon luschdig…. der mit dem Duschen hatte – glaube ich – andere Probleme… Ich erinnere mich an so einen Gigolo Typen, braungebrannt, der feixend und kopfschüttelnd mit ausreichend Sicherheitsabstand da stand und blöd rum lachte. Der hatte bestimmt angst, dass wir ansteckend sind *rofl*

    Andererseits dann einer, der sich bei uns für unsere Arbeit bedankte und uns weiterhin viel Glück für unsere Arbeit wünschte und meinte, dass wir viel Mut haben und er wirklich etwas lernen konnte. Mich hat das sehr angerührt…

    Hat viel Spaß mit euch gemacht, bis nächstes jahr :-*

  3. 3 tschellufjek 12. August 2014 um 15:24 Uhr

    Danke für den Bericht! Solangsam wurmt es mich doch schon ein wenig, immer dann verhindert zu sein, wenn solche Veranstaltungen stattfinden.. Ich hätte gerne Bekanntschaft mit dem Dusch-Typen gemacht :) Unsere Medien diskutieren immer wie wild die Sexualität und das Thema „menschlicher Verstand“ bleibt völlig außen vor.. Dabei wäre letzterer für den Weltfrieden weitaus wichtiger!

  4. 4 Fiammetta de Bornelh 12. August 2014 um 19:25 Uhr

    Nicht grämen tschellufjek, das war sicherlich nicht die letzte Aktion dieser Art. Für dieses Jahr ist erst einmal Schicht im Schacht, aber auch im nächsten wird sicher wieder was gehen. :)

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