Archiv für August 2014

Mystisches aus Russland

Stelle dich gut mit deinen Nachbarn, sie könnten gute Musik für dich haben! Das ist jedenfalls meine Erfahrung…
Einer meiner Nachbarn ist russischer Muttersprachler und hat einiges an russischer Musik, wovon ich jetzt profitieren darf. Eine der Bands, die ich durch ihn kennengelernt habe, heißt Melnitsa (Мельница) und gefällt mir ausgesprochen gut, weswegen ich sie heute hier vorstellen möchte. (mehr…)

Kleiner Linksalat

Ab und zu Linksammlungen rauszuhauen ist Angewohnheit vieler Blogger_innen. Heute will ich auch mal.
Eine moderne Fabel [en] hat Dragon von The Dragon and the Fox für uns. Tja, „Ich habe noch nie davon gehört, also gibt’s das nicht“ hört man leider immer wieder von irgendwelchen Leuten. The Dragon and the Fox ist ein schönes Projekt, irgendwie kommen die beiden Betreiberinnen sehr sympathisch rüber. Ich bin gespannt, was wir künftig noch von ihnen lesen dürfen.
Lesen tue ich in letzter Zeit wieder mehr auf Okzitanisch, seit ich das Jornalet entdeckt habe. Besonders interessant für mich war ein Artikel über die gegenseitige Verständlichkeit zwischen Okzitanisch und Katalanisch. Sind Übersetzungen nötig? Eins ist sicher, ich als deutsche Leserin brauche ein Wörterbuch, um vollständig hinter den Text zu steigen. ;)
Und zum Schluss noch ein wenig Musik: Y‘Akoto hat soeben ihr zweites Album auf den Markt geschmissen! Ich habe es noch nicht in der Hand gehabt, aber meine Ohren schon ein wenig auf YouTube spionieren geschickt und die akustische Version von Don‘t call hat mich bald umgehauen. Tolle Stimme wie immer, aber was der Typ da auf der Gitarre anstellt, ist auch nicht ohne. Man könnte glatt an Mor Karbasi und Joe Taylor denken, wenn das nicht ein völlig anderer Musikstil wäre.

Herz-As in der Zwinge

Amatonormativität ist ein Begriff, der in der deutschen Sprache bisher wenig verwendet wird, dem ich aber mehr Bekanntheit wünschen würde (und ich nehme an, dass er sie bekommen wird (und trage gerade ein wenig dazu bei)).
Was er bedeutet? Eine kurze deutsche Definition habe ich hier gefunden: (mehr…)

Dumme Huftiere und die Schrecken der Bürokratie

Vor etlichen Jahren habe ich Mein Amerika von Bill Bryson gelesen und erinnere mich, dass ich seine Beschreibung des Lebensgefühls von US-Bürgern sehr interessant und die Schilderungen der von ihm als Kind verübten Streiche sehr witzig fand. Nun habe ich vor einiger Zeit auf einem Flohmarkt zufällig ein weiteres Buch von ihm gefunden, Streiflichter aus Amerika (Originalausgabe erschienen 1998, deutsche Fassung erschienen 2000, Übersetzung von Sigrid Ruschmeier). Es handelt sich um eine Sammlung von Kolumnentexten, die der Autor für eine britische Zeitung verfasste, nachdem er nach zwanzig Jahren im Vereinigten Königreich in sein Geburtsland zurückgekehrt war. (mehr…)

Leipzig hat Herz für Minderheitensprachen

Als ich mich heute auf das kurz Uepo genannte Nachrichtenportal für Übersetzer_innen begab, bot sich meinen Augen ein Artikel dar, der mich freute: An der Uni Leipzig wird zum kommenden Wintersemester erstmals der Bachelorstudiengang „Europäische Minderheitensprachen“ angeboten. Im Uepo-Artikel werden „Sorbisch, Baskisch, Galicisch, Katalanisch, Irisch, Walisisch“ genannt; auf der entsprechenden Seite der Uni ist dagegen nur von Sorabistik und Keltologie die Rede. Andererseits heißt es wieder, die künftigen Studierenden sollen Kenntnisse in zwei europäischen Minderheitensprachen, z.B. Sorbisch und Irisch, erwerben, so dass mir nicht ganz klar ist, welche Sprachen jetzt alles Teil des Studiums sind.
Auf jeden Fall ist das für mich eine fabelhafte Nachricht. Minderheitensprachen werden in Europa allzu oft unter den Teppich gekehrt und dass sich nun ein ganzer Studiengang diesem Thema widmet, ist klasse.
Wäre ich noch einmal zehn Jahre jünger, wäre ich jetzt in Versuchung… Obwohl: Okzitanisch ist eh nicht dabei. ;)